Beratungsstelle

Allgemeine Informationen

Wer arbeitet in der Beratungsstelle?
An der Beratungsstelle der Schlossparkschule arbeiten zurzeit vier Sonderschullehrerinnen. Neben unserer Unterrichtstätigkeit haben wir die Aufgabe, Sie zu beraten und gegebenenfalls weiter zu begleiten. Benötigt Ihr Kind Sprachtherapie, Unterstützung beim Lesen- und Schreibenlernen oder einen Platz im Schulkindergarten bzw. in der Schule, so leiten wir auf Ihren Wunsch hin die notwendigen Schritte ein.

Wann sollte die Beratungsstelle aufgesucht werden?
Wenn Sie als Eltern Sorge haben, ob sich die Sprache Ihres Kindes richtig entwickelt, können Sie einen Beratungstermin bei uns vereinbaren. Wir sind auch dann Ansprechpartner, wenn Ihrem Kind das Lesen oder Schreiben schwer fällt. Sie benötigen keine Überweisung von Ihrem Kinderarzt, um einen Termin bei uns vereinbaren zu können!

Wer kann Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen?
Die Beratungsstelle steht für alle Personen offen, die an der Erziehung des Kindes beteiligt sind. An erster Stelle sind wir Ansprechpartner für Eltern, die sich unsicher sind, ob ihr Kind sich sprachlich altersgemäß entwickelt. Aber auch ErzieherInnen oder LehrerInnen können sich an die Beratungsstelle wenden, wenn Sie Fragen zur allgemeinen Sprachentwicklung oder nach Fördermöglichkeiten für die Ihnen anvertrauten Kinder suchen.

Wie nehme ich Kontakt mit der Beratungsstelle auf?
Es ist ganz leicht, einen Beratungstermin bei uns zu erhalten. Unter der Telefonnummer 07231/ 392194 können Sie bei unserer Sekretärin einen Termin vereinbaren. Das Telefon ist

von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr – 12.00 Uhr besetzt.

Wie läuft die Beratung ab?
Zum vereinbarten Termin kommen Sie mit Ihrem Kind zur Beratung. Zunächst schildern Sie Ihr Anliegen und berichten über die bisherige Entwicklung Ihres Kindes. In Ihrem Beisein werden wir dann mit Ihrem Kind sprechen, spielen oder bei älteren Kindern auch etwas Schulisches arbeiten.

Bitte bringen Sie folgendes zur Beratung mit:

  • das Vorsorgeheft Ihres Kindes vom Kinderarzt
  • falls vorhanden: Logopädieberichte, Ergotherapieberichte, usw.
  • falls vorhanden: Entwicklungsberichte des Kindergartens
  • bei Schulkindern: einen kurzen Bericht der Schule über die Schwierigkeiten Ihres Kindes im Unterricht, die Deutsch-Arbeitsmaterialien und Arbeitshefte, eventuell auch Klassenarbeiten.
  • Auch weitere Schulmaterialien sind für uns von großem Interesse.

Benötigt Ihr Kind Unterstützung für seine Entwicklung, so besprechen wir das weitere Vorgehen und klären Sie über Fördermöglichkeiten auf. Falls sich herausstellt, dass die Schwierigkeiten bei Ihrem Kind nicht vorrangig im Bereich Sprache liegen, so nennen wir Ihnen weitere mögliche Ansprechpartner.

Was kann sich aus einer Beratung möglicherweise ergeben?
Nach einer eingehenden Diagnostik Ihres Kindes empfehlen wir Ihnen entsprechende Maßnahmen zur sprachlichen Förderung. Die Entscheidung über die Einleitung einer Fördermaßnahme treffen aber Sie als Eltern. Ohne Ihr Einverständnis erfolgt auch kein Erfahrungsaustausch mit eventuell beteiligten Institutionen.

Im Rahmen unserer Arbeit an der Beratungsstelle können wir folgende Förderangebote anbieten:

  • Sprachtherapie
  • Stottertherapie
  • Sprachzwerge
  • Fit für die Schule
  • Leseintensivkurs
  • Sprachförderkurs Schriftsprache

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Wichtige Partner der interdisziplinären Zusammenarbeit sind für uns in Pforzheim und im Enzkreis vor allem die niedergelassenen (Kinder-) Ärzte, Logopäden, Ergotherapeuten, die Fachdienste des Kinderzentrums Maulbronn und des Heilpädagogischen Zentrums Pforzheim, die Beratungsstellen zu Erziehungs- und Bildungsfragen und die Dienststellen der öffentlichen Jugend- und Sozialbehörde.

 

 

Die Informationen zur Beratungsstelle können Sie sich hier ausdrucken.

Förderangebote

Sprachtherapie

Zu Beginn jeder Sprachtherapie wird eine gründliche Diagnostik durchgeführt. Die Förderung erfolgt dann in der Regel als individuelle Einzeltherapie. Gleichzeitig findet eine intensive Elternberatung statt, denn die Elternmitarbeit und das tägliche Üben zu Hause sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Sprachtherapie.

Ziel der Sprachtherapie ist die Entwicklung oder Wiederherstellung der kommunikativen Fähigkeiten des Kindes sowie das Vermeiden von zusätzlichen Störungen.
Wir bieten Sprachtherapie für Vorschul- und Schulkinder bei:

  • Störungen und Verzögerung der Sprachentwicklung
  • Störungen der Lautbildung (Stammeln, Dyslalie)
  • Störungen der Grammatik (Sprachverständnis, Satzbau)
  • Störungen des Sprechablaufs (Stottern, Poltern)
  • einem nicht altersgemäß entwickelten Wortschatz
  • Wortabruf- und Merkfähigkeitsstörungen
  • Sprachstörungen bei krankhaften Veränderungen der Sprechorgane
  • Störungen der Mundmotorik

 

 

Die Informationen zur Sprachtherapie können Sie sich hier ausdrucken.

Stottertherapie

Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind hat Schwierigkeiten mit dem Sprechablauf?
Spricht es nicht so flüssig, wie seine Freunde oder Freundinnen?
Sind Sie vielleicht von ErzieherInnen, LehrerInnen oder anderen Personen darauf angesprochen worden, dass Ihr Kind stottern würde?
Sind Sie sich unsicher und fragen sich, ob Sie und Ihr Kind professionelle Hilfe benötigen?

Gerne können Sie sich ganz unverbindlich beraten lassen und Ihr Kind bei uns in der Beratungsstelle für sprachauffällige Kinder vorstellen.
Nach einer gründlichen Eingangsdiagnostik und einem Gespräch beraten wir Sie als Eltern, ob eine Therapie empfehlenswert ist.

Wir bieten Stottertherapie für Kinder im Vorschul- und Schulalter an. Ziel der Therapie wird es sein ein starkes, spannungsvolles Stottern in ein leichtes, lockeres Stottern zurückzuführen und gleichzeitig Vermeidungsreaktionen und Mitbewegungen abzubauen. Ein wichtiger Baustein ist auch, beim Kind die Angst vor dem Stottern zu reduzieren und es in seiner Kommunikationsfähigkeit zu stärken.

 

 

Die Informationen zur Stottertherapie können Sie sich hier ausdrucken.

Frühförderung

Zielgruppe sind Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren, für die auf Grund ihrer sprachlichen Auffälligkeiten ein Förderangebot in der Kleingruppe als Vorstufe oder auch Ergänzung zur Einzeltherapie sinnvoll erscheint. Oft sind es Kinder, die sich noch kaum mitteilen können, deren Sprache kaum verständlich ist und die bereits zu Rückzugsverhalten neigen. Die "Sprachzwerge" werden als eine offene ganzjährig durchlaufende Gruppe angeboten, die einmal wöchentlich stattfindet.

In der Stunde werden im Rahmen von Spielsituationen sowie mit mundmotorischen und rhythmischen Übungen, Sprechversen, Bewegungsliedern und gestalterischen Aufgaben Sprechfreude und kommunikative Fähigkeiten angeregt und die Sprachentwicklung gefördert.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil des Konzepts, sie sind in den Ablauf mit einbezogen und können so Anregungen für sprachförderndes Verhalten bekommen, deshalb ist die Anwesenheit eines Elternteils notwendig. Regelmäßige Elterngespräche sind vorgesehen.

 

 

Die Informationen zur Frühfördergruppe können Sie sich hier ausdrucken.

Fit für die Schule

Kinder mit Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung sind oft beim Erlernen des Lesens und des Schreibens benachteiligt. Auch nach Abschluss einer Sprachtherapie können die Lernvoraussetzungen dieser Kinder im Vergleich mit denen ihrer Altersgenossen beeinträchtigt sein.

Der Kurs "Fit für die Schule" soll – wie der Name sagt – diese Kinder auf die Schule vorbereiten. Geübt werden auf spielerische Weise die Sprache, die Hörwahrnehmung, das selbstständige Arbeiten, die Konzentration sowie schulische Arbeitstechniken. Alle Übungsbereiche zielen darauf ab, die Kinder zum gemeinsamen Lernen zu motivieren und ihnen den Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtern. Ein besonderer Förderschwerpunkt ist das Training der "phonologischen Bewusstheit", die nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine wichtige Grundvoraussetzung für den Schriftspracherwerb ist.

Der Kurs findet einmal wöchentlich in der Schule statt und dauert jeweils 45 Minuten; die Gruppe umfasst in der Regel vier Kinder. Er wird von einer Lehrerin der Schlossparkschule durchgeführt und ist auf ein halbes Jahr anberaumt. Kursbeginn ist im Januar. Bei den Kursen sind die Eltern nicht anwesend, sie werden jedoch am Ende jeder Stunde über die Inhalte unterrichtet. Die Kinder erhalten regelmäßig eine kleine Hausaufgabe, die das Stundenthema aufgreift und vertieft.

 

 

Die Informationen zum Fit für die Schule-Kurs können Sie sich hier ausdrucken.

Leseintensivkurs

Die Leseintensivförderung an der Schlossparkschule ist ein ambulantes Förderangebot für - ehemals sprachauffällige - Grundschulkinder (Schwerpunkt: Fortgeschrittene Schuleingangsstufe) mit Leseproblemen. Der Förderunterricht findet einmal wöchentlich nachmittags statt und dauert bei einer Einzelmaßnahme 25 Minuten, in der Kleingruppe 45 Minuten. Dabei ist eine gemeinsame Teilnahme von Kind und einem Elternteil bzw. einer Bezugsperson gewünscht.


Entsprechend der Regel „Vom Leichten zum Schweren“ wird auf verschiedenen Anforderungsniveaus (Silben-, Wort-, Satz-, Textebene) geübt und der Schwierigkeitsgrad allmählich gesteigert. Dabei wird die Methode des Silbenlesens erarbeitet.
Um die Motivation der Kinder zu fördern, werden vielfältige Übungs- und Spielformen angewendet und das Leseverständnis mit Themen aus kindlichen Erlebnis- und Interessensbereichen unterstützt.

Bei entsprechendem Förderbedarf kann sich die Teilnahme an einem Kurs zur Förderung der Schriftsprache anschließen.

 

 

Die Informationen zur Leseförderung können Sie sich hier ausdrucken.

Rechtschreibkurs

Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen haben oft erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreiben lernen. Ein Schwerpunkt im Unterricht an einem SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Sprache ist daher der Umgang mit dem Problemkreis LRS.
Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, bei denen sich  Schwierigkeiten im Erwerb der Schriftsprache als Folgeproblematik einer Spracherwerbsstörung bzw. einer auditiven Verarbeitungsstörung zeigen, haben die Möglichkeit an unserer Schule an entsprechenden Fördermaßnahmen teilzunehmen. Diese Unterrichtseinheiten für schriftspracherwerbsgestörte Kinder werden in Form eines ambulanten Förderkurses angeboten. Eine regelmäßige Teilnahme ist wichtig, da die Einheiten aufeinander aufbauen. Gedacht ist der Kurs als "Hilfe zur Selbsthilfe".

Die Teilnahme und aktive Mitarbeit eines Elternteils bzw. einer Bezugsperson am Kurs sowie regelmäßige häusliche Übungen sind Bedingung für die Aufnahme des Kindes. Der Förderunterricht findet einmal wöchentlich nachmittags statt und dauert ca. 60 Minuten. Gearbeitet wird klassen-stufenweise (Klassen 2-4) in Gruppen mit 4 Kindern.

Eine Übungseinheit umfasst 2 Förderaspekte:

Basisförderung:
Lesen und Schreiben basieren auf einer Vielzahl von Einzelleistungen wie rhythmischer Differenzierung, visueller und auditiver Wahrnehmung, Gedächtnis, Koordination von Bewegungsabläufen, Konzentration,...
Die Basisförderung stärkt diese Grundfertigkeiten. Sie ergänzt das Lese- Rechtschreibtraining, motiviert und lockert es auf.

Systematische Erarbeitung der Methode des "Rhythmisch-melodischen Sprechschreibens":
Diese Methode hat sich bei der LRS-Förderung durchgesetzt, da sie bei konsequenter Anwendung gute Erfolge zeigt. Hier wird zunächst mit lauttreuem Wortmaterial gearbeitet, um den Zugang zu erleichtern. Nach den Regeln "Vom Leichten zum Schweren und vom Häufigen zum Seltenen" werden allmählich Wortgruppen mit Abweichungen vom Lauttreuen sowie Ableitungen eingeführt und geübt.

Ein Kurs dauert ein halbes Jahr; Beginn ist im September/Oktober bzw. im Februar/März.

 

 

Die Informationen zum Sprachförderkurs Schriftsprache können Sie sich hier ausdrucken.

Elternseminar

Im Elternseminar erhalten Sie an sechs Abenden

  • Informationen zum Thema Sprachentwicklung
  • Spielideen zur Sprachförderung
  • Anregungen zur Sprachförderung im Alltag.

Das Elternseminar findet zurzeit nur in Zusammenarbeit mit Kindergärten statt. Kindergärten können sich bei Interesse bei uns melden und gemeinsam organisieren wir diesen Kurs an Ihrer Einrichtung.

 

 

Die Informationen zum Elternseminar können Sie sich hier ausdrucken.